Sensorflecken

Ein schön fotografierter Sonnenuntergang, ein strahlend blauer Himmel oder ein hübsches Porträt vor hellem Hintergrund und am Ende das: Vereinzelte, kleine Flecken auf deinen Aufnahmen. Dieses Problem kennen alle, die mit Kameras mit Wechselobjektiven umgehen: Sensorflecken. Eine lästige Angelegenheit, wenn man sie erst im Nachhinein entdeckt und unschöne Flecken auf dem Foto zu erkennen sind. In diesem Beitrag verraten wir die gängigsten Ursachen für Sensorflecken und was du dagegen unternehmen kannst.

Was sind Sensorflecken?

Alles, was in der Luft um dich herumfliegt, während du dein Objektiv wechselst, kann am Ende auch auf deinem Fotosensor landen. Dazu zählt jegliche Art von Staub, Flusen, kleine Haare und Sandkörner, leichte Schwebstoffe oder auch feinste Fett- und Ölteilchen.
Sensorflecken sind kleine, dunkle Flecken im Bild, die durch Verschmutzungen ausgelöst werden, die z.B. beim Objektivwechsel in das Kamerainnere gelangen und dort haften bleiben. Somit handelt es sich bei Sensorflecken um Störungen, die sich auf dem Tiefpassfilter befinden und sich auf die Sensorelemente auswirken.

Wie entstehen Sensorflecken?

Schmutz, der sich im Kamerainneren ablagert, verhindert das eintreffende Licht und es entstehen diese lästigen Flecken im Bild, die meistens erst bei der Nachbearbeitung auf einem größeren Bildschirm entdeckt werden. Diese meistens recht klar umrandeten Flecken kommen besonders bei kleinen Blenden zum Vorschein, sehr deutlich ab f/10 und kleiner. Je größer die Blende, desto mehr verschwimmen sie oder verschwinden ganz.

Wie kann ich prüfen, ob es sich um Sensorflecken handelt?

Verschmutzungen und Dreckpartikel erkennst du daran, dass sie auch bei mehreren Aufnahmen immer an denselben Stellen sichtbar sind. Helle oder bunte Flecken hingegen sind zumeist Reflexionen, die durch das einfallende Licht ausgelöst werden.

Ob dein Sensor verschmutzt ist, kannst du mit wenigen Kameraeinstellungen prüfen:

  1. Schalte die Kamera in den Automatikmodus.
  2. Verwende eine kleine Blende, wie z.B. f/10.
  3. Stelle den ISO-Wert auf 100, damit möglichst wenig Rauschen im Bild herrscht.
  4. Fotografiere eine weiße oder einfarbige Fläche.
  5. Prüfe auf deiner fertigen Aufnahme, ob Sensorflecken zu erkennen sind.

10 Tipps gegen Sensorflecken

Vorsorge ist besser als Nachsorge! Wir haben einige Tipps für dich, wie du stärkere Verschmutzungen einfach verhindern kannst:

  1. Wechsel das Objektiv so schnell wie möglich.
  2. Halte die Gehäuseöffnung beim Objektivwechsel stets nach unten. So kannst du schon mal alles von dem Sensor festhalten, was von oben herunterfallen könnte.
  3. Betrachte vor dem Objektivwechsel die Rückseite des neuen Objektivs und säubere diese gegebenenfalls vorher.
  4. Schaffe einen möglichst geschützten Raum oder stelle dich mindestens mit dem Rücken zum Wind. Auch eine geräumige Tüte kann helfen, in ihr möglichst staubfrei das Objektiv zu wechseln.
  5. Sorge dafür, dass sich deine Kamera akklimatisieren kann. Temperaturunterschiede können sich immer auch in Feuchtigkeit auf der Kamera bemerkbar machen. Im Idealfall kannst du deine Kamera in der Tasche langsam an die Umgebungstemperatur gewöhnen.
  6. Reinige den hinteren Kameradeckel regelmäßig.
  7. Halte deine Kameratasche stets sauber.
  8. Lass deine Kamera nie ohne Objektiv oder Gehäusedeckel irgendwo liegen.
  9. Lagere deine Kamera und Objektive möglichst staubfrei.
  10. Solltest du doch Sensorflecken entdecken: Ruhe bewahren! Wir haben den passenden Service für dich!

Ungeeignete Maßnahmen für die Sensorreinigung

  1. Niemals in die Kamera pusten! Nutze dafür einen Antistatikpinsel oder andere nützliche Hilfsmittel.
  2. Auf Druckluftkompressoren, Druckluft aus Dosen oder den Staubsauber solltest du ebenfalls verzichten. Sie sind völlig ungeeignet für die Sensorreinigung.
  3. Q-Tips und alkoholische Lösungen sind ebenfalls nicht empfehlenswert. Hier besteht die Gefahr, dass sich unschöne Rückstände in Form von Schlieren bilden. Harte Staubkörner könnten sogar den Sensor zerkratzen.

Selbst bei allen Vorsichtsmaßnahmen werden sich nach einiger Zeit einige Staubpartikel im Inneren deiner Kamera ablegen – die Sogwirkung bei Zoomobjektiven begünstigt zusätzlich den Eintritt kleinster Staubpartikel. Aber was tun, wenn nun kleine, unschöne Flecken auf deinen Bildern sichtbar werden?

Sensorreinigung


Achtung: Wenn du dich dazu entscheidest, selbst die Sensorreinigung durchzuführen, solltest du dies äußerst vorsichtig tun. Eine Beschädigung des Sensors kann schnell zum Totalschaden der Kamera führen, zudem erlischt dein Garantieanspruch beim Hersteller. Solltest du dich dafür entscheiden, die Sensorreinigung selbst durchzuführen: Alle nützlichen Hilfsmittel findest du in unseren Shop unter Pflege und Reinigung.

Automatische Sensorreinigung

Viele moderne Kameras verfügen mittlerweile über eine automatische Sensorreinigungsfunktion. Falls du dir unsicher bist, ob deine Kamera über die Funktion verfügt, ziehe das Benutzerhandbuch zu Rate. Bei der automatischen Sensorreinigung wird mittels Ultraschallwellen der Sensor durchgerüttelt, sodass die losen Staubpartikel abfallen. Du kannst die Funktion über das Menü auswählen.

Blasebalg

Sind nach der automatischen Sensorreinigung noch Flecken vorhanden, kannst du als nächstes einen Blasebalg hinzuziehen. Über das Kameramenü muss zuerst der Spiegel zur Sensorreinigung hochgeklappt werden, beim Absetzen des Objektivs ist der Sensor dann frei zugänglich. Wichtig: Dein Akku sollte für dieses Vorhaben vollständig geladen sein. Halte nun das Gehäuse nach unten, damit der Dreck direkt herausfallen kann. Nun kannst du mithilfe des Blasebalgs vorsichtig gegen den Sensor pusten. Berühre in keinem Fall mit der Spitze des Blasebalgs diesen höchst empfindlichen Teil der Kamera.

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Tipp: Achte darauf, dass dein Blasebalg ein Luftventil enthält, sodass kein Staub in den Blasebalg eindringen kann und du am Ende noch zusätzlichen Staub auf den Sensor bläst.

Feuchtreinigung

Wenn nichts zu helfen scheint, handelt es sich vermutlich um Rückstände wie Ölspritzer oder anderer Flüssigkeiten auf der Oberfläche. Hier kann dann gegebenenfalls nur noch eine Feuchtreinigung helfen, für die du spezielle Reinigungssets nutzen solltest. Schau, welches Set am besten für dich geeignet erscheint und arbeite sorgfältig und vorsichtig.

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Wie gehe ich mit Sensorflecken auf meinen fertigen Bildern um?

Solltest du am Ende deiner Fotos feststellen, dass du Sensorflecken auf deinen Aufnahmen hast, kannst du noch einiges bei der Bildbearbeitung retten. Mit der passenden Nachbearbeitungssoftware, wie z.B. Photoshop oder Lightroom, kannst du diese Flecken meistens ohne Rückstände raus retuschieren.

Wann und wie oft ist eine Sensorreinigung notwendig?

Sicher ist es von Fotograf zu Fotograf unterschiedlich, wie oft eine Sensorreinigung notwendig ist. Den einen wird es während seiner gesamten Fotografiezeit vielleicht nicht stören, da er vorrangig mit großen Blenden arbeitet, sehr selten das Objektiv wechselt oder geschickt darin ist, spätestens in der Bildbearbeitung die Bildstörungen zu eliminieren. Dabei wird ein anderer Fotograf, der viel mit kleinen Blenden arbeitet, sich regelmäßig auch Staub, Dreck und Wasser aussetzt, öfters eine Sensorreinigung benötigen. Es ist empfehlenswert grundsätzlich einen Blasebalg immer mit dabei zu haben, um schnell und unkompliziert handeln zu können. Letzten Endes gehören Sensorflecken einfach dazu und es gibt eine Menge Möglichkeiten, was du tun kannst. Gehe stets sorgsam mit deinem Kamera Equipment um – nicht nur beim tatsächlichen Einsatz, sondern auch bei der Lagerung gilt es alles optimal zu schützen.