Eine (partielle) Sonnenfinsternis kommt in Deutschland nicht so oft vor, aber wenn dieses besondere Phänomen stattfindet, willst du es natürlich gut einfangen.
Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn Sonne, Mond und Erde in einer Linie stehen. Wusstest du, dass dies im Durchschnitt weltweit nur zweimal im Jahr passiert? Es ist also etwas ganz Besonderes, dieses astronomische Phänomen einzufangen. Deshalb möchten wir dir mit acht Tipps und Tricks auf deinem Weg helfen! Wirst du deine Ergebnisse mit uns teilen?
Am Dienstag, den 25. Oktober 2022, ist es wieder so weit! Zwischen 11:09 und 13:19 Uhr schiebt sich der Mond vor die Sonne. Gegen 12:13 Uhr wird die Sonnenfinsternis ihren Höhepunkt erreichen: Ein Drittel der Sonne wird verdeckt sein.
Hinweis: Das sind die Zeiten, wenn du in Berlin bist. Das kann anders sein, wenn du die Sonnenfinsternis irgendwo anders in Deutschland sehen willst.
Unser erster Tipp ist auch der wichtigste: Setze die Sonnenfinsternisbrille auf deine Nase. Es ist nicht empfehlenswert, während einer Sonnenfinsternis direkt in die Sonne zu schauen, da dies deine Augen schädigen kann. Es ist daher ratsam, eine Sonnenfinsternisbrille aufzusetzen, auch wenn du die Sonnenfinsternis durch deine Kamera betrachtest. Wenn du keine Sonnenfinsternisbrille hast, kannst du die Sonne auch über die Live-Ansicht deiner Kamera beobachten. Wir raten allerdings davon ab, durch den Sucher in die Sonne zu schauen.
Wir empfehlen, zusätzlich zur Sonnenfinsternisbrille einen Filter auf das Objektiv zu schrauben. Du kannst zum Beispiel einen speziellen Uv-Filter , eine Schweißlinse (Nr. 14) oder einen starken Graufilter benutzen.
Einen speziellen Uv-Filter für eine Sonnenfinsternis muss mindestens eine sogenannte Neutral Density (OD) von 5,0 aufweisen. Dieser Filter besteht oft aus ähnlichem Material wie eine Sonnenfinsternisbrille und schützt Ihre Augen und Kamera am besten. Wenn du einen der beiden letztgenannten Filter wählst, solltest du außerdem eine Sonnenfinsternisbrille tragen oder nicht durch den Sucher schauen. Das Sonnenlicht ist immer noch stark und könnte deine Augen schädigen.
Wenn du einen Filter verwendest, funktioniert dein Autofokus möglicherweise nicht richtig. Deshalb ist es am besten, manuell zu fokussieren.
Dein Objektiv fängt das gesamte Sonnenlicht ein und das erzeugt eine große Hitze in deiner Kamera. Du kannst es mit der Wirkung einer Lupe in der Sonne vergleichen. Wenn du deine Kamera ständig in der Sonne liegen lässt, riskierst du, deine Ausrüstung zu beschädigen. Deshalb ist es ratsam, die Kamera gelegentlich von der Sonne wegzudrehen oder dein Objektiv abzuschirmen. Wenn du einen Zeitraffer aufnimmst, kannst du ein weißes Tuch über deine Kamera hängen, aber behalte trotzdem genau im Auge, ob deine Kamera nicht zu heiß wird.
Eine Sonnenfinsternis ist immer schneller vorbei, als du denkst. Es ist daher sinnvoll, sich im Voraus Gedanken darüber zu machen, was du aufnehmen willst. Eine Sonnenfinsternis hat drei Phasen: Zuerst schiebt sich der Mond langsam vor die Sonne, bis die Sonne maximal verfinstert ist. Manchmal ist sie vollständig, aber oft ist die Sonne nur teilweise verfinstert. Dann schiebt sich der Mond wieder von der Sonne weg. Überlege dir im Voraus also genau, welche Phase(n) du fotografieren willst, denn bevor du dich versiehst, ist es schon wieder vorbei.
Während einer partielle Sonnenfinsternis kannst du viele verschiedene Fotos machen. Wenn du herausgefunden hast, was du willst, kannst du das passende Objektiv dazu auswählen. Angenommen, du möchtest ein Landschaftsfoto mit der Sonnenfinsternis im Bild machen, dann solltest du ein Weitwinkelobjektiv nehmen. Der Nachteil dieses Objektivs ist, dass die Sonne im Verhältnis zum Foto ein winziger Punkt wird. Du kannst dich auch für eine Teleobjektiv entscheiden, mit diesem Objektiv kannst du das ganze Phänomen im Detail festhalten. Wenn du dich für ein Teleobjektiv entscheidest, ist es ratsam, auch ein Stativ zu verwenden.
Es ist ratsam, deine Kamera richtig einzustellen, bevor die Sonnenfinsternis stattfindet. So ist es zum Beispiel am besten, den ISO-Wert so niedrig wie möglich einzustellen, da bereits eine Menge an Licht vorhanden ist. Du kannst die Blende auch weit schließen. Außerdem ist es am besten, eine kurze Verschlusszeit zu wählen, weil deine Kamera das Licht nur für eine kurze Zeit einfangen muss.
Schließlich musst du noch die Brennweite deines Objektivs einstellen. Je größer die Brennweite deines (Tele-)Objektivs ist, desto mehr Details kannst du auf deinem Foto erkennen. Wenn du mit einem Objektiv von 400 mm oder mehr fotografierst, kannst du ein großes Bild von der Sonne machen. Oft sogar groß genug, um die Sonnenfinsternis aus der Nähe zu fotografieren. Bei einer geringeren Brennweite ist die Sonnenfinsternis im Gesamtbild kleiner.
Du kannst auch ein Video oder eine Zeitrafferaufnahme der Sonnenfinsternis machen. Wenn du eine (Video-)Kamera auf einem Stativ aufstellst und sie zwei Stunden lang filmen lässt, kannst du den gesamten Zeitraum der Sonnenfinsternis aufnehmen. Behalte deine Kamera im Auge, um sicherzustellen, dass sie nicht zu heiß wird. Wenn du dieses Video dann schnell abspielen lässt, ist es, als ob eine solche Finsternis sehr schnell von statten geht.
Du kannst auch alle fünf oder 10 Minuten ein Bild mit den gleichen Einstellungen machen. Wenn du dann mit der Nachbearbeitung , der Bilder beginnst, kannst du diese Fotos in eine Reihenfolge bringen. Du hast dann einen Zeitraffer der Sonnenfinsternis. Das ist auch cool!
Wusstest du, dass ein Sonnenschatten während einer partiellen Sonnenfinsternis anders aussieht? Wenn du Löcher in ein Papier schneidest und es dann in die Sonne hältst, hat der Schatten eine Art kleine halbmondförmige Flecken. Du kannst deiner Kreativität freien Lauf lassen.
Du kannst auch ein Bild machen, bei dem die Sonne als Fußball verwendet wird oder es so aussieht, als würde jemand die Sonne halten. Und vor allem: Sei kreativ!
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