Video-Tipps

Jeder macht Videos. Heutzutage haben wir alle unser Smartphone zur Hand, mit dem man leicht ein Foto oder ein Video machen kann. Du kannst auch mit einer Kamera filmen. Für alle, die ihre Videos auf die nächste Stufe bringen wollen, haben wir ein paar Tipps.

Story & Vorbereitung | Ton & Kameraeinstellungen | Zubehör | Komposition & Nachbearbeitung

Eine Geschichte erzählen

Die Vorbereitung auf die Dreharbeiten ist das Wichtigste. Dies macht also 80 % der Arbeit aus. Die anderen 20 % entfallen auf die Dreharbeiten und die Postproduktion.

Bevor du beginnst, musst du einige Fragen beantworten. Die fünf W's können helfen: wer, was, wo, wann und warum. Wenn du diese Fragen beantworten kannst, bist du auf dem richtigen Weg.

Der nächste Schritt besteht darin, deine Idee schriftlich festzuhalten. Du kannst dies mit Hilfe eines Drehbuchs tun. In diesem Skript hältst du fest, wie du deine Botschaft an den Betrachter übermitteln willst.

Vorbereitung

Bevor du auf die Straße gehst und mit dem Filmen beginnst, solltest du herausfinden, was du brauchst. Denke an den Standort und prüfe die Wetterbedingungen. Dies kann sich auf die Bilder auswirken, die du aufnehmen willst, und auf die Stimmung, die du auf den Bildern rüberbringen möchtest. Es ist auch eine gute Idee, eine Schussliste zu erstellen. In dieser Liste legst du die Reihenfolge deiner Aufnahmen fest und notierst, welches Equipment du benötigst. Sehr wichtig ist auch, dass du ausreichend leere Speicherkarten und geladene Akkus dabei hast. Nichts ist ärgerlicher als ein leerer Akku, wenn man noch nicht mit dem Filmen begonnen hat oder eine volle Speicherkarte, nur wenige Minuten nach der ersten Aufnahme.

Vergiss den Ton nicht

Ohne Ton wird dein Video wenig Atmosphäre haben. Deshalb ist es eine gute Idee, in eine gute Tonausrüstung zu investieren, bevor du mit den Dreharbeiten beginnst. Interne Mikrofone sind nicht immer ausreichend. Ein externes Mikrofon ist daher ein Muss. Mit diesen Mikrofonen machst du beim Filmen klare Aufnahmen von guter Qualität, die du in der Nachbearbeitung noch korrigieren kannst. Fängst du gerade erst an, Videos zu drehen? Dann kauf ein Richtmikrofon. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein Mikrofon, mit dem du gezielt Ton aufnehmen kannst.

Ein gutes Zubehör, das man gleich mitkaufen sollte, ist eine Windschutz oder auch Deadcat genannt. Die Verarbeitung von Windgeräuschen ist sehr schwierig und dieser haarige Freund begrenzt das Geräusch des Windes. Der Rest des Tons wird ebenfalls aufgezeichnet. Du hast keinen Windschutz? Dann kannst du immer mit dem Rücken zum Wind stehen.

Verwende die richtigen Kameraeinstellungen

Hast du schon einmal vom Belichtungsdreieck gehört? Zu diesen Einstellungen gehören Verschlusszeit, Blende und ISO.
Die Anzahl der Bilder pro Sekunde bzw. die Bildrate hat einen großen Einfluss auf die Verschlusszeit. Die Regel besagt, dass die Verschlusszeit das Doppelte der Bildfrequenz betragen sollte. Wenn du 24 Bilder pro Sekunde verwendest, beträgt die Verschlusszeit 1/50. Die Verschlusszeit bestimmt, wie lange das Licht auf den Sensor fällt. Blende und Verschlusszeit arbeiten eng zusammen. Die Blende bestimmt die Lichtmenge, die auf den Sensor trifft. Verwende eine kleine Blende, wenn du mit einer langen Verschlusszeit arbeitest. Dadurch wird das Risiko einer Überbelichtung verringert. Die heutigen Kameras verfügen über nützliche Werkzeuge wie Zebra oder Focus Peaking. Diese Funktionen können bei der Belichtung und Fokussierung helfen.
Jede Situation erfordert einen anderen ISO-Wert. In dunklen Gegenden oder bei Nachtaufnahmen benötigst du einen höheren ISO-Wert, da du weniger Umgebungslicht hast. Der Nachteil dabei ist, dass die Wahrscheinlichkeit von Rauschen auf dem Foto größer ist. Eine Möglichkeit, dies zu vermeiden, besteht darin, mit Lampen zu arbeiten.

Video-Zubehör

Niemand will wackelige Bilder. Zum Glück gibt es heute viele Zubehörteile, die dies (weitgehend) verhindern. Von Stativen und Gimbals bis hin zu Videorigs und Dollies. Ihre Verwendung hängt von der Art der Aufnahme ab, die du machen willst. Ein Stativ sorgt dafür, dass du schöne, scharfe Bilder bekommst, aber auch Schwenks sehen viel flüssiger aus. Für Bilder, bei denen du mehr Bewegungsfreiheit benötigst, gibt es Stabilisierungssysteme, Videorigs und Dollies. Diese Systeme ermöglichen es dir, den Betrachter wirklich in deine Geschichte hineinzuziehen.

Nutze einen variablen ND-Filter

Die Verwendung einer langen Verschlusszeit an einem sonnigen Tag kann zu einer Überbelichtung führen. Manchmal kann man auch eine kleinere Blende wählen (z. B. F/16), aber dann geht möglicherweise die Tiefenschärfe verloren.

Ein ND-Filter (Neutral Density Filter) ist ein Graufilter, der das gesamte Bild um eine bestimmte Anzahl von Blendenstufen reduziert. Auf diese Weise kannst du immer noch eine schöne Tiefenschärfe nutzen.

Bildkomposition

Nun, da du alles vorbereitet und überprüft hast, ist es an der Zeit, mit dem spaßigen Teil zu beginnen: dem Filmen. Die Komposition ist hier ein wichtiges Thema. Entscheide, wie es aussehen soll. Mit einer Totale siehst du alles. Diese Einstellung ist auch geeignet, wenn du den Ort oder den Raum im Bild deutlich zeigen willst. Dies ist eine gute Aufnahme, um mit der Nachbearbeitung zu beginnen. Danach kannst du zum Beispiel zu einem Close-Up oder einer Halbtotalen wechseln.
Die Drittelregel ist eine wichtige Regel, wenn du eine Person im Bild platzierst. Wenn du das Bild in neun Abschnitte unterteilst, werden die Augen auf zwei Dritteln des Bildes platziert. Auch die Blickrichtung ist hier wichtig. Lass etwas mehr Platz in der Richtung, in die die Person schaut. Wenn du eine Person außerhalb der Mitte, im goldenen Schnitt, platzierst, wird dein Bild interessanter. Spiel mit dem Bild und betrachte das Motiv von oben (aus der Vogelperspektive) oder von unten (aus der Froschperspektive). Zum Beispiel kann man jemanden aus der Sicht eines Frosches sehr wichtig erscheinen lassen. Es ist, als ob man zu ihnen aufschauen würde. Wenn du jemanden weniger wichtig oder sehr klein erscheinen lassen willst, ist es besser, von oben zu filmen. Die Vogelperspektive kann auch sehr gut für eine Einstimmung verwendet werden.

Nachbearbeitung

Nachdem du nun alles aufgenommen hast, beginnst du mit der Nachbearbeitung der Bilder. Sieh dir die Bilder an und triff eine Auswahl. Beim Schneiden solltest du auf das Drehbuch zurückgreifen können, das du vor den Dreharbeiten erstellt hast. Ein Leitfaden für einen flüssigen Film ist, dass die Bilder oft nicht länger als drei Sekunden hintereinander stehen sollten. Dies ist natürlich nur ein Leitfaden und muss nicht unbedingt befolgt werden.

Ein weiterer Punkt, auf den man bei der Nachbearbeitung achten sollte, ist der Ton. Stell sicher, dass du gute Kopfhörer oder gute Lautsprecher hast. Musik sorgt dafür, dass du deinem Film Atmosphäre verleihen kannst. Das Gefühl des Betrachters kann in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Nimm dir also die Zeit dafür.

Welche Software du wählst, hängt von deinen Wünschen und deinem Budget ab. Ein häufig verwendetes Programm ist Adobe Premiere Pro. Diese umfangreiche Software kann mit anderen Adobe-Softwareprogrammen wie After Effect oder Photoshop verwendet werden. Für ein kleineres Budget kannst du dir zum Beispiel Adobe Premiere Elements ansehen.