Bewusst Einfluss auf die Wirkung deines Bildes nehmen: Die Froschperspektive
Die Kameraperspektive nimmt bei deinen Foto- oder Videoaufnahmen entscheidenden Einfluss: Die Perspektive berichtet aus einem Blickwinkel die Geschichte und prägt – und beeinflusst natürlich auch – das Seherlebnis des Zuschauers. Während die Vogelperspektive Dinge klein und schmächtig erscheinen lässt, kannst du aus der Froschperspektive eine interessante Wirkung deines fotografierten Objekts erzielen.
Was ist die Froschperspektive?
Die Froschperspektive, oder auch Low Angle oder Untersicht genannt, bewegt sich unterhalb der Augenhöhe. Der Name „Froschperspektive“ bezieht sich somit auf den Blickpunkt weit unterhalb des Fotografierten. Die Kamera wird dabei nach oben ausgerichtet und die Horizontlinie verschiebt sich deutlich unterhalb der Bildmitte oder verschwindet sogar unterhalb der Bildunterkante und demzufolge außerhalb des Bildausschnitts. Während die Zentralperspektive mit einem Fluchtpunkt arbeitet und die 2-Punkt-Perspektive mit zwei Fluchtpunkten auskommt, gibt es bei der Vogel- bzw. Froschperspektive drei Fluchtpunkte. Dadurch ist es möglich, dass ein Objekt von oben oder von unten fotografiert werden kann. Die Froschperspektive wird schnell zu einer extremen Variante und verzerrt das fotografierte Motiv, wenn ein Gebäude zum Beispiel ganzheitlich erfasst werden soll. Der Einsatz der Perspektive sollte daher unter der Berücksichtigung ihres dramaturgischen bzw. optischen Effekts gewählt werden. Ab welchem Neigungswinkel exakt von einer Froschperspektive gesprochen werden kann, ist nicht definiert.






































































