Schritt 1
Suche die Location für dein Foto sorgfältig aus. Für Fotos mit Lichtspuren ist es natürlich wichtig, dass Licht vorhanden ist. Außerdem sollte es dort ausreichend Lichtquellen geben. Eine verlassene Straße ist also keine so gute Idee. Denk auch gut über die Farben nach. Ein Auto hat vorne gelbes oder weißes Licht und hinten rotes Licht. Wenn du beides festhalten möchtest, solltest du also eine Straße wählen, auf der Autos sowohl in deine Richtung als auch von dir wegfahren. Achte dabei auch auf deine eigene Sicherheit. Suche dir zum Beispiel eine Brücke oder ein Viadukt, auf dem du sicher eine Zeit lang stehen kannst, ohne im Weg zu sein.
Schritt 2
Wenn du den richtigen Platz gefunden hast, brauchst du ein Stativ oder eine andere Möglichkeit, deine Kamera stabil aufzustellen. Weil der Verschluss länger geöffnet bleibt, ist es wichtig, dass sich die Kamera selbst nicht bewegt. Schon kleine Bewegungen der Kamera können den Effekt beeinträchtigen.
Schritt 3
Wenn deine Kamera bereitsteht, ist es Zeit, ein paar Einstellungen für das perfekte Bild auszuprobieren. Es gibt keine magische Formel, die immer für ein perfektes Foto mit Lichtspuren sorgt, aber ein paar Richtlinien, an die du dich halten kannst, gibt es schon. Versuche, die ISO so niedrig wie möglich zu halten. Am besten startest du mit ISO 100. Wie weit du die Blende öffnest, hängt davon ab, wie viel Umgebungslicht du in deinem Foto sehen möchtest. Willst du viel Umgebungslicht? Dann wähle eine Blende zwischen f/4 und f/11. Du willst wenig Licht? Dann wähle f/16 oder kleiner. Danach ist es Zeit, mit der Belichtungszeit zu experimentieren. Je länger deine Belichtungszeit, desto mehr Lichtspuren kommen auf dein Foto und desto länger werden sie. Viele Fotograf:innen nutzen eine Belichtungszeit zwischen 6 und 30 Sekunden. Für eine längere Belichtungszeit ist es oft praktisch, den Bulb-Modus deiner Kamera zu verwenden. Damit kannst du den Verschluss so lange geöffnet halten, wie du willst. Was am besten funktioniert, findest du am besten durch Ausprobieren heraus. Sind das zu viele Einstellungen, auf die du achten musst? Viele Kameras haben einen Modus für Zeitautomatik (erkennbar am Symbol „Tv“ oder „S“). Dabei musst du nur ISO und Belichtungszeit einstellen und deine Kamera wählt dazu automatisch eine passende Blende. Super einfach!
Schritt 4
Wenn du bereit bist, ein Foto zu machen, gibt es noch eine Sache, die du beachten solltest: das Drücken des Auslösers. Wenn du den Auslöser drückst, bewegt sich deine Kamera nämlich auch. Deshalb ist es praktisch, den Selbstauslöser deiner Kamera zu aktivieren oder einen separaten Selbstauslöser bzw. eine Fernbedienung zu verwenden.
Schritt 5
Jetzt bist du wirklich startklar. Leg los und experimentiere vor allem mit den verschiedenen Einstellungen, um ein möglichst schönes Ergebnis zu erzielen.