Nachteile
Natürlich gibt es nicht nur Vorteile, sondern auch ein paar Nachteile sind zu erwarten. Mit diesen Punkten solltest du rechnen, damit du auch die Kehrseite des Formats berücksichtigen kannst:
Größe
Da es sich um Rohdaten handelt, stehen viele Informationen zur Verfügung. Dementsprechend ist viel Speicherplatz erforderlich, um alle Details sichern zu können. Wird dieser Aspekt nicht berücksichtigt, kann es beim Fotografieren zu einer unangenehmen Überraschung kommen, wenn der Datenträger nicht über ausreichend Speicherplatz verfügt.
Schreibgeschwindig-keit
Bei verschiedenen Events oder Actionaufnahmen werden häufig Serienbilder aufgenommen. Je größer die Datei ist, desto mehr Zeit wird nötig, um das Bild auf der Speicherkarte zu speichern. Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um einen Zeitfaktor, sondern es entsteht das Problem, dass eine Serie dadurch unterbrochen werden kann, was das Ergebnis unbrauchbar macht.
Bearbeitung erforderlich
Mehrfach erwähnt wurde die Bearbeitung, die erforderlich ist, sodass das Fotografieren auch zur Arbeit am Computer wird. Es ist nicht nur Zeit, sondern auch zusätzliche Kenntnisse erforderlich. Das Wissen über die einzelnen Faktoren und das Kennenlernen von Bildbearbeitungsprogrammen sollte nicht unterschätzt werden. Zudem ist das entsprechende Equipment erforderlich.
Zeitaufwand
Das Fotografieren allein benötigt eine gewisse Zeit. Wer ein hervorragendes Ergebnis erzielen möchte, der muss beim Fotografieren Geduld mitbringen. Doch damit ist es mit RAW nicht getan, denn es muss zusätzliche Zeit für die Bearbeitung eingeplant werden. Eine Bearbeitung hängt nicht allein mit der Auswahl von Effekten zusammen, sondern auch Aspekte, wie Kontraste oder die Farbsättigung, müssen einbezogen werden, sodass ein gewisser Zeitaufwand entsteht.
Zeit ist nicht immer vorhanden, weshalb sich viele gegen das RAW-Format entscheiden. Außerdem muss bedacht werden, dass man die Fotos nicht direkt teilen kann, was unter anderem ein Nachteil in der Presseabteilung oder bei aufregenden Events sein kann.
Nicht mit jedem Programm kompatibel
Denkt man an die Bildbearbeitungsprogramme, so muss eines gewählt werden, welches das RAW-Format unterstützt. Nicht jedes Grafikprogramm ist mit RAW kompatibel, was zu Enttäuschung führen kann, wenn man sich die Zeit nimmt, die Fotos zu bearbeiten. Einige Bildbearbeitungsprogramme setzen eine spezielle Software voraus und benötigen viel Speicherplatz, was nicht immer vorhanden ist.
Kein einheitliches Format
Während JPG als einheitliches Format angesehen werden kann, ist das RAW-Format eine echte Besonderheit. Ob im Urlaub oder zu Hause, nicht immer hat man einen Laptop bereit, um das Format umwandeln zu können. Es ist also ein entscheidender Nachteil, da man RAW-Fotos nicht einfach teilen oder weiterleiten kann.
RAW-Fotos bearbeiten
Du hast die ersten RAW-Fotos aufgenommen und stehst nun vor der Frage, wie du diese bearbeiten kannst. Hierfür musst du die Bilder auf einen Computer oder Laptop laden, damit du sie umwandeln und bearbeiten kannst. Die Suche nach dem richtigen Bildbearbeitungsprogramm kann kompliziert sein, denn die Auswahl ist groß. Jedes Programm scheint besser als das andere zu sein.
Grundsätzlich hängt es von deinen Vorlieben ab, für welches Programm du dich entscheidest. Wichtig ist jedoch, dass ein RAW-Converter vorhanden ist, denn nur so kann mit dem RAW-Format gearbeitet werden. Bedenke jedoch, dass RAW nicht konvertiert wird, denn das Original bleibt erhalten, sodass du die ursprüngliche Datei jederzeit erneut einsehen und bearbeiten kannst.
Zur Bearbeitung gehören verschiedene Faktoren, die von einem Bildbearbeitungsprogramm geliefert werden sollten. Darunter fallen unter anderem:
- Weißabgleich
- Farben und Farbsättigung
- Schattierungen
- Belichtungh
- Kontraste
- Effekte
- Glanzlichter
Achte bei der Wahl des Programms darauf, dass die Aspekte verfügbar sind, die du zum Arbeiten brauchst. Hast du die Bearbeitung fertiggestellt, dann muss das Foto gespeichert werden. Beim Speichervorgang kannst du das Bildformat auswählen, unter anderem JPG. Wurde das Bild erfolgreich gespeichert, kannst du es beliebig teilen und auf verschiedenen Geräten nutzen.
Wenn du dir nicht sicher bist, welches Programm gut für dich ist, dann kann eine Testversion hilfreich sein. Vor allem aber ist anzumerken, dass Kameras, die RAW-Fotografie ermöglichen, in der Regel mit einem Bildbearbeitungsprogramm geliefert werden. Um welches Programm es sich handelt, hängt von der Marke ab. So kannst du direkt mit der Bearbeitung beginnen, ohne lange Zeit nach einem Programm suchen zu müssen.
RAW ermöglicht es nicht nur, einzigartige und hochwertige Ergebnisse zu erzeugen, sondern vor allem auch kreativ zu werden. Nimm dir Zeit und schau dir die verschiedenen Möglichkeiten an. Du wirst von dem Ergebnis und den Effekten, die dir zur Verfügung stehen, begeistert sein und in keinem anderen Format mehr fotografieren wollen.
Kurze Zusammenfassung
Das RAW-Format stellt eine Besonderheit in der Fotografie dar, da es alle Informationen bereithält, die mit dem Bildsensor erfasst werden. Für einige Techniken ist RAW erforderlich, um die erwünschte Wirkung zu erzielen. Jedoch kann auch ohne eine bestimmte Technik der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Auch wenn es hervorragend klingt, RAW zu inkorporieren, gilt es einige Aspekte, wie den Speicherplatz, die Kenntnisse und den Zeitaufwand, zu beachten.
Wenn du dich für die RAW-Fotografie interessierst, dann zögere nicht, sondern probiere noch heute das Format aus, mit dem deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Solltest du noch auf der Suche nach einer Kamera sein, die RAW unterstützt, dann bist du bei Kamera-Express an der richtigen Adresse. Hier findest du das komplette Equipment rund um das Thema Fotografie und viele spannende Themen, Tipps und Tricks im Inspirationsbereich!