Du kennst sie natürlich, all diese Bilder von den niedlichsten Füchsen. Auch in Deutschland gibt es viele Füchse, aber du musst nur wissen, wo du sie findest und wie du gute Fotos von ihnen machen kannst. Wir möchten dir mit zehn praktischen Tipps auf deinem Weg geben.
Wenn du losziehen willst, um Füchse zu fotografieren, ist es natürlich wichtig, einen Ort zu wählen, an dem die Tiere zu finden sind. Schließlich wäre es ärgerlich, ein Naturschutzgebiet zu betreten, in dem keine Füchse zu sehen sind. Glücklicherweise hat der Lebensraum des Fuchses in Westeuropa in den letzten Jahren zugenommen. Die Chance, einem Fuchs zu begegnen, ist am Waldrand, in den Dünen, in der Nähe von Feldern und Wiesen am größten, weil Füchse in diesen Naturgebieten oft auf Nahrungssuche gehen. Außerdem mögen Füchse geschützte Orte. In Deutschland gibt es mehrere Orte, an denen du Füchse am besten beobachten kannst, zum Beispiel im Schwarzwald, im Nationalpark Harz und in der Eifel. Natürlich bleibt immer das Risiko, dass du ihnen nicht begegnest; schließlich lassen sich wilde Tiere nicht kontrollieren.
Wenn du in einem Naturschutzgebiet bist, musst du natürlich noch die Füchse finden. Am besten suchst du nach Fuchsspuren, z. B. Pfotenabdrücken und Fäkalien. Du kannst auch nach Höhlen oder Fuchsbauten Ausschau halten. Diese Höhlen findet man normalerweise in Dünen, am Waldrand oder in der Nähe von Baumstämmen. Wenn der Boden in der Nähe eines Baues abgeflacht ist und keine Zweige zu sehen sind, ist es wahrscheinlich, dass dort ein Fuchs lebt. Du kannst auch immer noch deine Nase benutzen: Ein Fuchs hat einen sauren Raubtiergeruch, der im Bau herumhängen kann. Wenn du einen Bau gefunden hast, kannst du deine Kamera getarnt auf ein Stativ stellen und hoffen, dass ein Fuchs vorbeikommt.
Es ist klug, die richtige Jahreszeit zu wählen, um Füchse zu fotografieren. So ist es zum Beispiel wahrscheinlicher, dass du im Winter einem Fuchs begegnest als im Sommer. Das liegt daran, dass sich Füchse im Winter paaren, was bedeutet, dass sie aktiv auf Partnersuche sind. Dabei machen sie mehr Lärm, nämlich kurzes, schrilles Bellen. Du kannst dich also auf den Sound verlassen. Abgesehen davon, dass du im Winter eher auf Füchse triffst, ist das Fell der Füchse im Winter auch am schönsten. Sie haben dann ein schönes, dickes Winterfell.
Füchse sind vor allem in der Dämmerung aktiv, d.h. kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang. Am besten ist es, rechtzeitig aufzustehen und in die Natur zu gehen, um Füchse zu fotografieren. Wenn du später am Tag aufbrichst, ist es wahrscheinlich, dass mehr Menschen im Naturschutzgebiet sind und die Füchse sich versteckt haben. Du kannst auch abends rausgehen, aber dann läufst du Gefahr, dass es schnell dunkel wird und du nichts mehr siehst.
Wenn du unterwegs bist, kannst du immer auf einen Fuchs stoßen. Du könntest gerade ein schönes Naturfoto machen, wenn ein Fuchs aus dem Gebüsch springt oder die Straße überquert. Halte deine Ausrüstung also immer griffbereit, denn du musst dich schnell bewegen können. Wenn du deine Kamera auf eine kurze Verschlusszeit einstellst, kannst du in jedem Moment den Auslöser drücken, in dem ein Fuchs vor deiner Linse erscheint.
Füchse kann man in der Ferne sehen, aber auch in der Nähe. Wenn sie weit weg sind, ist ein gutes Zoomobjektiv notwändig. Aber wenn sie in der Nähe sind, ist ein großes Teleobjektiv natürlich nicht nützlich, sondern es ist besser, ein kleines Zoomobjektiv oder sogar eine 50-mm-Festbrennweite zu verwenden. Sei also auf alle möglichen Situationen gut vorbereitet.
Füchse sind kleine Säugetiere, nicht viel größer als ein Jack Russel. Wenn du einen Fuchs aus deiner eigenen Augenhöhe fängst, erscheinen Füchse schnell sehr klein. Deshalb ist es am besten, die Knie zu beugen, auf dem Boden zu sitzen oder sich hinzulegen. Du fotografierst dann einen Fuchs aus seiner eigenen Perspektive. Das macht das Bild noch eindrucksvoller und schöner. Du kannst dich auch in eine Beobachtungshütte oder ein Tarnzelt setzen, zum Beispiel vor einen Fuchsbau, dann kannst du deine Kamera auf einem Stativ in der richtigen Höhe aufstellen.
Wenn du in der Abenddämmerung rausgehst, um Füchse zu fotografieren, hast du oft wenig Licht zur Verfügung. Stelle daher deine Kamera richtig darauf ein. Wenn deine Blende niedrig und dein ISO-Wert, falls nötig, hoch ist, kannst du sofort den Auslöser drücken, sobald ein Fuchs vorbeikommt. Es ist auch sinnvoll, eine kurze Verschlusszeit einzustellen, damit deine Kamera schnell genug ist, um den Fuchs mit der Kamera einzufangen. Ehe du dich versiehst, ist der Fuchs wieder verschwunden.
Natürlich ist es toll, das Gesicht eines Fuchses zu fotografieren, aber oft macht es auch Spaß, den Fuchs in seiner Umgebung einzufangen. Du kannst ein schönes Naturfoto von einem Fuchs in den Dünen, im Wald oder einfach im Gebüsch machen. Ein Foto, das mehr von der Umgebung zeigt, vermittelt oft auch ein vollständigeres Bild der Situation. Du kannst damit auch gut experimentieren.
Sicher, Füchse sehen niedlich und knuddelig aus, aber sie sind trotzdem wilde Raubtiere. Deshalb solltest du einen Fuchs niemals anfassen, denn er kann kratzen und beißen, um sich zu verteidigen. Manchmal sind Füchse an Menschen gewöhnt und kommen von sich aus näher. In diesem Fall solltest du den Fuchs so gut wie möglich ignorieren und ihn auf keinen Fall füttern, denn das ist verboten. Außerdem ziehst du es ja vor, Fotos so natürlich wie möglich zu machen.
Alle Fotos in diesem Blog stammen von @nancytells. Hast du ein schönes Foto von einem Fuchs gemacht? Dann teile dein Foto mit uns für einen Beitrag auf unserem Instagram-Account. Verwende den Hashtag #KameraExpress oder tagge Kamera Express in deinem Beitrag. Und vergiss nicht, uns zu folgen, um dich noch mehr inspirieren zu lassen.